Futterumstellung richtig durchführen
Futterumstellung bei Hund & Katze
So gelingt der Wechsel ohne Stress, Durchfall oder Bauchprobleme
Eine Futterumstellung kann für Hunde und Katzen eine Herausforderung sein. Das Verdauungssystem reagiert empfindlich auf neue Inhaltsstoffe, Proteine oder Konsistenzen. Mit der richtigen Vorgehensweise kannst du Verdauungsprobleme vermeiden und dein Tier schonend an das neue Futter gewöhnen.
Wann ist eine Futterumstellung sinnvoll?
- Verdauungsprobleme
- Allergien oder Unverträglichkeiten
- Umstieg auf ein hochwertigeres Futter
- Erkrankungen (z. B. Darm, Haut, Übergewicht)
- neue Lebensphase (Welpe, Adult, Senior)
Auch bei wiederkehrendem Durchfall oder Schleim im Kot kann die richtige Ernährung entscheidend sein.
Wie lange dauert eine Futterumstellung?
- empfindliche Tiere: 7–14 Tage
- normale Tiere: 5–7 Tage
- Allergiker / sensible Verdauung: 2–4 Wochen
Je sensibler dein Tier reagiert, desto langsamer sollte die Umstellung erfolgen.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Tag 1–2
75 % altes Futter, 25 % neues Futter.
Tag 3–4
50 % altes Futter, 50 % neues Futter.
Tag 5–6
25 % altes Futter, 75 % neues Futter.
Tag 7
100 % neues Futter.
Tipp: Wenn dein Tier Probleme bekommt → 1–2 Schritte zurückgehen und langsamer vorgehen.
Warum Durchfall bei Futterumstellung?
Der Darm muss sich an neue Bakterien, Fette, Proteine und Zutaten gewöhnen. Häufige Auslöser sind:
- zu schneller Wechsel
- Trocken- und Nassfutter gemischt
- Snacks während der Umstellung
- viele neue Zutaten gleichzeitig
- ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt
Die Verdauung stabilisiert sich meist innerhalb weniger Tage, wenn der Plan konsequent umgesetzt wird.
Die häufigsten Fehler bei der Futterumstellung
- zu große Portionen
- ständig neue Sorten ausprobieren
- Snacks oder Leckerlis zusätzlich füttern
- Mix aus Trocken- und Nassfutter
- verschiedene Proteinquellen kombinieren
- kaltes Futter direkt aus dem Kühlschrank
Ein klarer, stabiler Futterplan ist für empfindliche Tiere entscheidend.
Natürliche Unterstützung während der Umstellung
- Probiotika – helfen, den Darm zu stabilisieren
- Ballaststoffe – festerer Kot, bessere Verdauung
- Kräuter für Magen & Darm
- Omega‑3‑Öl – beruhigt das Verdauungssystem
Besonders nach Medikamenten oder Verdauungsproblemen kann eine Darmsanierung sinnvoll sein.
Futterumstellung bei Welpen & Kitten
Jungtiere reagieren empfindlicher als erwachsene Tiere. Eine langsamere Umstellung (mind. 7–10 Tage) ist empfehlenswert.
- mehrere kleine Mahlzeiten täglich
- keine zusätzlichen Snacks während der Umstellung
- gut verdauliche Proteinquellen wählen
Wann sollte ich zum Tierarzt?
- anhaltender Durchfall über mehr als 3–4 Tage
- Blut im Kot
- starkes Erbrechen
- Fieber, Apathie oder Schwäche
- sehr junger oder älterer Hund/ Katze betroffen
In allen anderen Fällen lässt sich die Verdauung meist über die Fütterung regulieren.
Wann ist eine Ernährungsberatung sinnvoll?
Eine Beratung hilft besonders, wenn:
- dein Tier immer wieder Durchfall hat
- die Futterumstellung ständig scheitert
- Allergien oder Unverträglichkeiten vermutet werden
- du die passende Proteinquelle finden möchtest
- du auf ein hochwertiges Futter umstellst
→ Hier später Button zur Beratung einfügen
FAQ – Futterumstellung
Wie lange dauert eine Futterumstellung?
5–7 Tage, bei empfindlichen Tieren 2–4 Wochen.
Warum bekommt mein Tier Durchfall?
Der Darm braucht Zeit, um sich an neue Rohstoffe zu gewöhnen.
Darf man Sorten mischen?
Nein – am Anfang immer nur eine Sorte / eine Proteinquelle.
Kann ich Trocken- und Nassfutter mischen?
Nein, das führt oft zu Problemen durch unterschiedliche Verdauungszeiten.
